ANTI-AGING-HORMONE FÜR MANN UND FRAU

Zusätzlich zu diesen bekannten Wirkstoffen gibt es Hormone, durch deren Gabe beim nachgewiesenen Mangel eine Verbesserung der Lebensqualität und häufig eine Verlangsamung des Alterungsprozesses erreicht werden kann. Drei der bedeutsamsten möchte ich Ihnen hier vorstellen:

DHEA - das "Jungbrunnenhormon"

DHEA, das sog. „Jungbrunnenhormon“, stärkt das Immunsystem und kann die geistige Leistungsfähigkeit steigern. Als Gegenspieler des Stresshormons Cortisol schützt es vor den Folgen übermäßiger Stressbelastung, welche uns schneller altern lässt. Die Produktion von DHEA lässt etwa ab dem 35. Lebensjahr nach, dies kann im Lauf der Zeit, weit vor den Wechseljahren, zu einer Beeinträchtigung des allgemeinen Wohlbefindens führen. Dies kann sich z.B. in gehäuften depressiven Verstimmungen, abnehmender Vitalität und erhöhter Stressanfälligkeit zeigen. In meiner Sprechstunde für Prävention und Anti-Aging-Medizin konnte ich oft beobachten, dass jenseits aller widersprüchlichen Studien in vielen Fällen eine adäquate Gabe von DHEA eine deutliche Verbesserung des subjektiven Lebensgefühls und der Stressbelastbarkeit zur Folge hatte.

Melatonin - das natürliche Schlafhormon

Melatonin wird bei Dunkelheit ausgeschüttet und hat eine bremsende Wirkung auf viele Stoffwechselvorgänge, spart so Energie ein und schützt den Körper vor unnötigem Verschleiß. Mit zunehmendem Alter wird Melatonin vermindert freigesetzt. Der antioxidative Effekt als Radikalfänger und der positive Einfluss auf echte Schlafstörungen und den Jet-Lag sind heute gesicherte Erkenntnisse.

Weder beim Melatonin, noch beim DHEA fanden sich unter normalen therapeutischen Blutspiegeln wesentliche Nebenwirkungen oder eine vermehrte Tumorbildung. 

Wachstumshormon - das Steuerhormon

Wachstumshormon oder auch HGH (Human Growth Hormone) fördert beim Erwachsenen den Aufbau von Muskeln, Knorpel und Knochen, baut Fett ab und ist an der Immunabwehr beteiligt. Im Kindesalter steuert dieses Hormon das Längenwachstum des Körpers. Erstaunliche Erfolge können bei Menschen mit altersbedingtem Leistungsabfall, schwacher Muskulatur, Osteoporose und vermehrtem Bauchfett erzielt werden. In den USA hat seit einigen Jahren ein regelrechter Run auf diese Behandlung eingesetzt. Da wir in Europa grundsätzlich etwas zurückhaltender auf neue Behandlungen reagieren und dosisabhängige Nebenwirkungen nicht ganz ausgeschlossen werden können, setzt sich hier zu Lande diese Therapie erst langsam und nur auf der Basis wissenschaftlich gesicherter Erkenntnisse durch, was m. E. zu begrüßen ist.

Generell sollte die Einnahme von Hormonen sollte nur nach sorgfältiger Beratung unter kompetenter ärztlicher Aufsicht und regelmäßiger Kontrolle der Blut-Hormonspiegel erfolgen. Dabei ist es wichtig, mit den Hormonen immer im physiologischen Bereich zu bleiben. So ist eine risikoarme und erfolgreiche Behandlung zum Wohl der Patienten gewährleistet.

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