HORMONE GEGEN WECHSELJAHR-BESCHWERDEN

Ab dem 40. Lebensjahr kommt es bei der Frau zunehmend zu einem hormonellen Ungleichgewicht zwischen Östrogenen und Progesteron. Diese Hormone werden im geschlechtsreifen Alter zyklisch von den Eierstöcken gebildet und sorgen für das Wohlbefinden der Frau, ihren Menstruationszyklus und sind Voraussetzung für das Eintreten einer Schwangerschaft. Um das 50. Lebensjahr herum erlebt die Frau das Ausbleiben der Regel und häufig zunehmende Befindlichkeitsstörungen, diese Zeit wird Peri-Menopause genannt.

Natürliche Hormone für die Frau

Viele Frauen über 50 erleben den Übergang in die Wechseljahre als unangenehme Erfahrung. Nicht nur belastet es, dass die Kinder aus dem Haus gehen, unregelmäßige Blutungen, Hitzewallungen, Schlafstörungen, Nervosität, Herzklopfen, Gelenkschmerzen, Abnahme des sexuellen Verlangens erschweren das Leben auch noch zunehmend, die Lebensqualität sinkt oft drastisch.

Die Hormonbehandlung von Wechseljahrbeschwerden der Frau ist eine etablierte, wenn auch immer wieder kontrovers diskutierte Option. Aufgrund der Ergebnisse mehrerer internationaler Studien (HERS / USA 1998; WHI / USA 2002; MWS / GB 2003) zeichnet sich allerdings seit einigen Jahren ein Paradigmenwechsel ab. Während noch bis vor kurzem eine lebenslange Östrogen-Ersatztherapie als optimale Behandlung der Frau in und nach den Wechseljahren galt, ist man heute vorsichtiger. Es hat sich gezeigt, dass unter der Behandlung einerseits vermehrt Brustkrebs und Thrombosen auftreten können, andererseits der Benefit überschätzt wurde, insbesondere für die Prophylaxe von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Für die Frau im Klimakterium stellt sich deshalb die Frage: „Wie soll ich mich verhalten?“ Dieses Thema wird seit Jahren nicht nur unter den betroffenen Frauen, sondern auch unter den Experten diskutiert.

Um aber nicht ,wie so oft, das „Kind mit dem Bade auszuschütten“ ist es heute ganz besonders wichtig, das Für und Wider einer Hormonersatztherapie mit der Patientin individuell zu erörtern. Bei starken Wechseljahrbeschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüchen und Schlafstörungen, die immerhin mehr als 60% der Frauen quälen, gibt es häufig keine echte Alternative zur Östrogenbehandlung. Verantwortungsvoll eingesetzt, kann die  natürliche Hormonbehandlung viele unangenehme Begleiterscheinungen des Klimakteriums beheben und damit die Lebensqualität erheblich steigern. Außerdem hilft sie, mögliche Spätfolgen des Östrogenmangels zu verhindern. Wenn die Gebärmutter noch vorhanden ist, sollten Östrogene immer mit natürlichem Progesteron kombiniert verabreicht werden.

Beachten müssen wir, dass auch Lifestylefaktoren wie Rauchen, Alkohol, Übergewicht und Bewegungsmangel das Auftreten von Brustkrebs beeinflussen und mitunter ein höheres Risiko darstellen können als die Östrogengabe! Wir haben selbst Einfluss auf unser persönliches Erkrankungs-Risiko!

>>> Menopause-Fragebogen

Hormone für den Mann

Auch beim Mann kann es zwischen dem 45. und 60. Lebensjahr zu Beschwerden kommen, die den Symptomen der Wechseljahre bei der Frau ähnlich sind. Allerdings treten diese nicht schlagartig, sondern eher schleichend über einen Zeitraum von Monaten bis Jahren in Erscheinung, dadurch wird deren Erkennung erschwert. Wir nennen das Andropause. Die Ursachen dieser Probleme können vielfältig sein, doch häufig handelt es sich dabei um Zeichen einer nachlassenden Produktion von männlichen Hormonen - den Androgenen, insbesondere von Testosteron. Unter einer Behandlung mit Testosteron können diese hormonellen Ausfallserscheinungen und deren negativen Folgen für den gesamten Organismus erfolgreich behandelt werden, mit kompetenter ärztlicher Begleitung sind die Risiken minimal.

>>> Andropause-Selbsttest

Rating: 4.8. 186 vote(s).

No rating done at all.