CHLAMYDIEN-ABSTRICH

Chlamydien sind bakterienähnliche Kleinstlebewesen (Mikroben: Chlamydia trachomatis), die sehr verbreitet sind. Eine Chlamydieninfektion ist die häufigste aller sexuell übertragbaren Krankheiten. Auf Grund der möglichen Folgen und Komplikationen sollte sie ernst genommen und behandelt werden.

Häufigkeit: Allein in Deutschland sind schätzungsweise 1,1 Millionen Menschen mit Chlamydien infiziert, das heißt, jeder 30. Erwachsene und jeder 16. Jugendliche. Hauptbetroffene sind sexuell aktive Mädchen im Teenager-Alter und Frauen zwischen 20 und 24 Jahren.

Symptome einer Chlamydieninfektion: Die Mikroben gelten als ausgesprochen heimtückisch, da sie bei rund 90 Prozent ihrer Opfer keine oder nur geringfügige Beschwerden verursachen. Frauen bemerken die Infektion am ehesten an leichtem Ausfluß, Brennen beim Wasserlassen, Druckgefühlen in der Blase, Zwischenblutungen und Schmerzen beim Sex.

Diagnose: Die Diagnose wird durch einen Abstrich von der Harnröhre und bei Frauen zusätzlich vom Gebärmutterhals oder durch Untersuchung des Erststrahl-Urins gestellt. Chlamydien-Infektionen zeigen ähnliche Symptome wie Gonorrhoe, werden jedoch anders behandelt. Deshalb ist es wichtig, eine eindeutige Diagnose zu stellen.

PCR-Test: Seit kurzem gibt es einen neuen gentechnische Test auf dem Markt, der aber nicht von den Krankenkassen bezahlt wird. Bei dieser sogenannten PCR-Technik handelt es sich um eine Polymerase-Kettenreaktion, ein spezielles Nachweisverfahren für derartige Fälle. Der zuverlässigste Test auf Chlamydien ist es, eine Zellkultur anzulegen, welche teuer und nicht überall erhältlich ist. Aus diesem Grund verwenden Ärzte häufig einen einfacheren Abstrichtest.

Therapie: Eine Behandlung einer Chlamydieninfektion erfolgt üblicherweise mit Tetrazyklin, einem Antibiotikum, bei Schwangeren mit Erythromycin und erstreckt sich im Normalfall über einen Zeitraum von 10-14 Tagen. Es ist wichtig, dass beide/alle Partner untersucht und behandelt werden. Eine Chlamydieninfektion, die rechtzeitig behandelt wird, verursacht in der Regel keine Folgeschäden.

Wer ist besonders gefährdet? Personen mit häufig wechselnden Partnerinnen und Partnern und Personen, die ungeschützten Geschlechtsverkehr praktizieren.

Mögliche Folgen einer unerkannten Chlamydien-Infektion

  • Bauchfell- und Leberentzündungen mit Schmerzen im Oberbauch und Schulterbereich.
  • Immer wiederkehrende Blasenentzündungen und Gelenkbeschwerden.
  • Erhöhtes Risiko für Gebärmutterhalskrebs.
  • Unfruchtbarkeit durch Verklebungen der Eileiter.

Quelle: www.qualimedic.de

Hinweis

Wenn Sie mehr Sicherheit beim Vorsorge-Abstrich durch den Chlamydien-Test wünschen, teilen Sie dies bitte meinen Teamassistentinnen vor der Untersuchung mit.

Bei Privat-Versicherten wird diese Untersuchung in der Regel erstattet. 

Gesetzlich Versicherte erhalten nach persönlicher Absprache eine Honorarrechnung im Rahmen der individuellen Gesundheitsleistungen. Die Kosten können in der Praxis erfragt werden.

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